Manchmal kommt es anders als man denkt …

… und das ist auch Gut so!

Der Ein oder Andere hat meine beiden Artikel „Das Glas ist halb voll …“ und „Stress, stressiger, Melli!“ gelesen und kennt meine Krankheitsgeschichte – CRPS  „Complex Regional Pain Syndrom“ im linken Sprunggelenk und Fuß.

Mittlerweile haben wir das Jahr 2018 und ich lebe jetzt seit 5 Jahren mit der Diagnose, eine verdammt lange und beschwerliche Zeit liegt hinter mir, kommt noch auf mich zu, aber es hat sich ja auch etwas getan in der Zeit.

Wir schreiben das Jahr 2013 die Odyssee beginnt …

  • Unfall
  • Krankengeld
  • nach 72 Monaten ALG 1
  • März 2015 Entlassung
  • August 2015 Berufsunfähigkeit

Seitdem habe ich versucht eine Weiterbildung zur Pflegeberaterin zu erhalten, aber nein die ArGe war nicht mehr für mich zuständig, da die Rentenversicherung als Leistungserbringer zur Verfügung stand.
Dort stand nur die Förderung des neuen Arbeitgebers im Vordergrund, zuerst sollte ich mir eine Arbeitsstelle mit sitzender Tätigkeit suchen.
Immer wieder habe ich Anträge auf berufliche Rehabilitation mit Weiterbildung ausgefüllt und immer kam die Antwort, wir warten erstmal ab wie sich das entwickelt.

In der Zwischenzeit, im März 2017 suchte ich mir eine neue Anstellung, nachzulesen in „Stress, stressiger, Melli!“ und war auch sowas von Happy, doch nach einigen Monaten konnte ich auch hinter der Fassade blicken und musste feststellen, dass ich in einem gewöhnlichen „Callcenter“ mit Abzocke gelandet war.

Also habe ich vor Ablauf des befristeten Arbeitsvertrages gekündigt und mir geschworen Nie wieder in diesem Bereich nach einer Stelle zu suchen.

Im September hatte ich einen Termin bei meinem Sachbearbeiter beim Jobcenter, er war mir Neu zugeteilt und dies das erste Gespräch.
Schon von Anfang konnte ich sein Interesse bemerken und frei über diese Odyssee erzähle, zu meiner Überraschung verstand er meinen Unmut und sah die schon vorhandene Verzweiflung in mir.

Er hörte mir zu, fragte nach und fand meinen Wunsch von „damals“ Pflegeberaterin zu werden toll, er sagte es passt zu mir und er könnte sich vorstellen das ich für diesen Beruf wie Gemacht bin.

Im Dezember 2017 erhielt ich einen Brief von ihm indem stand, dass ich einen Termin im Januar 2018 bei dem zuständigen Sachbearbeiter für Weiterbildungen habe, ich konnte es nicht fassen.
Was aber alles toppte, diesen Sachbearbeiter kannte ich schon von meiner Umschulung zur Altenpflegehelferin, ich betrat das Zimmer, er schaute mich an und sagte: „Hätte ich gewusst, dass Du es bist, hätte ich dir die Weiterbildung schon 2015 bewilligt.“

„Setz dich, wir machen deine Bewilligung fertig.“ Ich habe geweint vor Glück und konnte es wochenlang nicht fassen. Nach so langer Zeit, habe ich meinen Traum eigentlich schon begraben.
Und so bekam ich ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk, im Februar 2018 begann die Weiterbildung und jetzt bin ich Pflegeberaterin/Case Managerin!

Mit Geduld, Behaglichkeit und ein „Quentchen“ Glück habe ich meinen Traumberuf Pflegeberaterin / Case Managerin erreicht.
Den Menschen schon so früh zu helfen und eine Versorgung ermöglichen, die trotz Krankheit, Behinderung und Pflege ein selbständiges und versorgungsgerechtes Leben ermöglicht, ist meine Devise.

Wie gesagt manchmal kommt es anders als man denkt. 😉

Ich, als Betreuerin …

Heute ist wieder einer dieser Tage die zum Nachdenken gar „Grübeln“ anregen.
Mein Einsatz als Betreuerin für meinen Onkel in dem Aufgabenkreis Gesundheitsfürsorge, bringt mich an Grenzen und stellt eine sehr große Herausforderung dar.
Es ist nicht weil der „Wust“ an Terminen auf einem zu kommt, auch der Papierkram und andere Probleme, sondern es ist die familiäre Nähe.

Als Altenpflegerin hatte ich häufig mit solchen Krankheitsbildern, Problemstellungen und dessen Aufgaben zu tun doch war es immer für mich weit, sehr weit weg.

„Es war nicht meine Familie.“

Wenn einem so ein Schicksalsschlag ereilt und die Entscheidung trifft zu helfen, gerät man schnell ins Fahrwasser und muss aufpassen nicht unter zu gehen.

Man zeigt kein „Mitgefühl“ mehr, sondern man „Leidet“ mit.

Mein Problem liegt noch etwas tiefer, ich darf ihm nicht zeigen wie sehr mich seine Situation mitnimmt. Ich muss die „STARKE“ für ihn sein und immer ein lächeln auf den Lippen haben, denn er ist zu seiner Tumorerkrankung auch noch psychisch Krank.
Er leidet an chronischer Psychose.

Einerseits darf ich ihn nicht anlügen oder etwas verheimlichen, solche Menschen riechen es förmlich und nehmen es zum Anlass etwas daraus zu spinnen, andererseits kann und darf ich ihm nicht meine wahren Gefühle zeigen um ihn nicht  noch mehr zu beunruhigen und die Genesung nicht zu gefährden.

Also wie geht man damit um und was kann man tun?

Man braucht einen Ausgleich, wie auch in allen anderen Berufen die stark auf die Psyche einwirken.

Für mich war und ist es immer Wichtig gewesen über meine Empfindungen, meinen Tag zu reden. Einfach das erlebte Revue passieren lassen und gute Zuhörer haben.
Da gilt es meiner Familie zu danken, Danke fürs zuhören ohne Euch würde ich es nicht durchstehen! 

Ich zocke gerne, auch das nutze ich als Ausgleich.
Die Xbox one anwerfen und los geht´s …
sei es Rollenspiele, Ego Shooter, Rennspiele oder mal ein Jump & Run für mich muss es Spaß machen mich mal ein Stück weit aus der realen Welt holen.

Ein Buch in die Hand nehmen und mich darin zu verlieren gehört ebenso zu mir wie auch ein Spieleabend mit meiner Familie.

Kurz gesagt, tut das was euch am meisten Spaß macht, zwingt euch nicht dazu sondern sucht euch zur Situation den Ausgleich den ihr gerade braucht.

Mein nächster Schritt ist es ehrenamtliche Betreuerin für nicht familiäre Personen zu werden.

Ich bin Pflegeberaterin geworden um schon so früh zu helfen, dass man Katastrophen und fehlgeleitete Entscheidungen verhindern kann.
Ich sehe aber auch das es Menschen gibt, die niemanden haben der Ihnen zu hört und auf ihrem schierigen Lebensweg beiseite steht und nach ihren eigenen, individuellen Bedürfnissen handelt.

Der Text ist länger geworden als er sollte, doch könnte ich noch viel mehr schreiben.
Ich denke es wird mehr solcher Einblicke von mir geben, denn auch schreiben ist eine Möglichkeit um mit Problemstellungen, Gedanken und Gefühle umgehen zu können.

Also dann, bis zum nächsten Mal.

Rollenpapier für Kleingeld …

Tja, eigentlich hört sich das doch recht einfach an. 
Man zieht sich an, macht sich auf den Weg zur Post oder anderen Bank und holt sich Rollenpapier um seine in der Vase – oder sonst wo, gehorteten Münzen zu Rollen und dann auf sein Konto einzuzahlen. 

Kleinvieh, macht immerhin doch manchmal Mist, will sagen – es läppert sich mit der Zeit. 

Ich also zur Postbank und wollte mir besagtes Rollenpapier holen, was soll ich sagen, Pustekuchen …

O-Ton:

Es tut uns ja Leid, aber „Diese“ geben wir nur noch an Geschäftskunden aus. Da müssen sie sich an eine andere Bank wenden. 

Also, los zur Sparkasse … rein … an den Schalter und selbes Problem, jedoch wies mich die nette Dame drauf hin, dass ich doch alles in den Wechselautomat in die Nachbarstadt bringen kann. 

Nun ja, wenn man ein Auto hat ist das ja noch zu bewerkstelligen, aber 
mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln? 

Soll Oma Erna, mit einem Beutel Kleingeld sich in den Bus setzen und eine Stadt weiter fahren, nur weil man das Rollenpapier nicht mehr an Privatkunden rausrückt. 

Das kann doch echt nicht wahr sein!

Ach ja, und wenn man nach Rollengeld, weil man es als Geschenk ein wenig aufwendiger machen möchte fragt, bekommt man es auch nicht.
Es wird nur noch an Geschäftskunden und Unternehmen die eine Kasse führen ausgeben. So die Aussage! 

Macht echt Freude! 🙁

Alles neu macht das #DSGVO! … and more …

Während meiner Weiterbildung zum Pflegeberater, fand ich kaum noch Zeit für meinen Blog.
Ich ließ alles schleifen, hatte keine Ideen und nur was „Hinklatschen“ wollte ich auch nicht und so rückte der 25. Mai 2018 immer näher und näher.
Dazu kam, dass ich die Seite unseres Tierschutzvereins betreue und dort alles in geregelten Bahnen verlaufen sollte, als wäre es nicht genug mich mit den Rechtsvorschriften auseinander zu setzen, hörte jemand im Vorstand auf und so landete das Tierschutzhandy auch noch bei mir.

Nunja, ich bin ja ich und versuche das Beste aus der Situation zu machen.

Vereinsseite #DSVGO tauglich gemacht und entspannt zurück lehnen, achja da war ja noch was …. Mein Blog! 🙁
Also alles eingestampft um mich zu sammeln, um mir klar zu werden was ich will.

Nächster Zwischenhalt die schwere Erkrankung meines Onkels, weshalb ich ihn jetzt zusätzlich zum gesetzlichen Betreuer in gesundheitlichen Dingen beratend zur Seite stehe, ich möchte hoffen dass die Therapie anschlägt und wünsche mir die Kraft alles nach seinem Willen durchsetzen zu können.

Und Heute …

Mich hingesetzt und diese Seite ins Leben gerufen.
Hier möchte ich über die Dinge schreiben die mich bewegen, inspririeren, interessieren und die auch den Ein oder Anderen zum Nachdenken bringen.
Es wir kein „Hauptthema“ geben, denn dies macht es für mich schwerer dran zu bleiben, Ideen ihren freien Lauf zu lassen und einfach drauf los zu schreiben, dies würde mich zu sehr einengen.

Kennt ihr das?

So, nun genug von meinem Gefasel sonst wird das Hier noch ein Roman. 😀

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntagabend, man liest sich. 😉

Stress, stressiger, Melli

So oder so ähnlich könnte man es im Moment ausdrücken.

Warum?

Nun ja, ich fang dann mal von vorne an … Es war einmal …, ach lassen wir das. ?

Im März habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht und im Bereich Onlinemarketing einen tollen Job bekommen, mit den besten Chef´s – auf diesem Wege sei mal „DANKE“ gesagt – und das Beste Team was man sich vorstellen kann.

Jung, dynamisch, motiviert, ehrgeizig, aufgeschlossen und stets in Bereitschaft sich weiterzuentwickeln, das macht uns aus.

Nun haben wir Ende Mai und ich habe ein Fernstudium zum Social Media Manager begonnen um wie oben geschrieben, mein Hobby zum Beruf zu machen und wechsle zusätzlich noch in eine andere Abteilung. Den nächsten Schritt immer vor Augen!
Ich bin ein Mensch der stets weiter kommen möchte im Leben, dem es Spaß macht zu lernen – herrje dass ich DAS mal schreiben werde, hätte ich mir auch kaum vorstellen können – aber genau darum geht’s, Wissen sammeln, schauen was einen Interessiert und dann in die Tiefe gehen.

 

Ich lese gerne und wenn mich etwas Packt, dann beiße ich mich fest.

 

Jetzt habe ich die Möglichkeit eben nicht nur im Job weiter zu kommen, sondern kann unserem Verein weit mehr von Nutzen sein, denn ich habe unter anderem das Thema „Non Profit Gesellschaften“, so oder so ist dieses Studium für mich ein Gewinn.
Das Bedeutet aber auch im Umkehrschluss, dass ich etwas weniger Zeit habe zu schreiben, sei es hier im Blog oder aber auch auf den sozialen Netzwerken. Bin halt mit, arbeiten und lernen beschäftigt und dann muss man eben ein Paar Abstriche machen.

So oft es geht werde ich meinen Senf zu bestimmten Dingen geben, etwas über mein Studium und dem vorankommen schreiben.

Für diejenigen die diesen Artikel Das Glas ist halb voll noch kennen, ich fühle mich jetzt großartig und das Thema „SCHMERZ“ bestimmt nicht mehr zu 100% mein Leben, er gehört dazu, mal mehr mal weniger aber jetzt mit dem Job und der wenigen Zeit die man hat in einen Gedankenkreisel zu geraten, kann man besser damit umgehen.
Aus dem Pflegeberater ist zwar nichts geworden, vielleicht erkläre ich die Behördenodysee in einem späteren Artikel.

Manchmal ist es besser ein Hobby zum Beruf zu machen. 😉