Frage des Tages: Vorsorgevollmacht & Patientenverfügung

Da ich gerade dabei bin einen Pflegegrad für meine Mutter zu beantragen, dachte ich mir wie sieht es mit Vorsorgevollmacht und
Patientenverfügung bei Euch aus.
Durch meinen Beruf ex. Altenpflegerin und Pflegeberaterin nach § 7a einschließlich § 45 SDGXI & Case Management habe ich mich schon sehr lange damit beschäftigt. Ich rede auch offen mit meinen Mädels und meinem Mann darüber, für welche ich auch beides gerade aufsetze.
Nicht weil ich denke das in naher Zukunft etwas passiert, nur um Sicher zu gehen, dass wenn so ein Fall eintritt wir die Nötigen Schritte getroffen haben und abgesichert sind.

Habt ihr beides schon erstellt?
Habt ihr Euch darüber überhaupt schon einmal Gedanken gemacht?
Wisst ihr warum es Wichtig ist beides zu besitzen?
Habt ihr davon jetzt zum ersten Mal gehört?

Kurze Erklärung:

Vorsorgevollmacht
In der Vorsorgevollmacht gibt man an, welche Person im Falle eines Unfalles oder Erkrankung Auskunft über den Gesundheitszustand, den möglichen Theraapien usw. erhält und im Falle das man es nicht selbst Entscheiden kann, als Ansprechpartner für Ärzte, Therapeuten, Pflegekräfte usw. ist.
So gesehen wird dort auch geregelt, dass der Bevollmächtigte, sollte eine gesetzliche Betreuung nötig werden, dort der Wunsch geäußert werden kann, wem man dieses Vertrauen schenken möchte.

Inhalt:
1. Gesundheitssorge/Pflegebedürftigkeit
2. Aufenthalt und Wohnungsangelegenheiten
3. Behörden
4. Vermögenssorge
5. Post und Fernmeldeverkehr
6. Vertretung vor Gericht
7. Untervollmacht
8. Betreuungsverfügung
9. Geltung über den Tod hinaus
10. Weitere Regelungen

Die Vorsorgevollmacht muss von beiden Unterschrieben werden.

Schnell kann es passieren, das ein Unfall oder eine Erkrankung alles verändert. Es müssen Entscheidungen getroffen werden wie:

Darf ich Auskunft über den Gesundheitszustand erhalten und Entscheidungen treffen?
Das ist Schwierig wenn der Betroffene nicht bei Bewusstsein ist und seine Wünsche nicht mehr äußern kann.
Dann kommt die Vorsorgevollmacht und die Patientenverfügung ins Spiel.

Selbst als Ehegatte und Elternteil, sollten die Kinder über 18 Jahre sein, hat man kein Auskunfts- und Entscheidungsrecht.
Deshalb ist es so unendlich Wichtig schon in Jungen Jahren festzulegen, wer als Vertrauensperson eingesetzt werden kann und bei Ehegatten muss dies auch Eingetragen sein.
Die Ärzte können Auskunft gebem sich auch mit den Angehörigen beraten, aber letztlich ein Recht darauf und Entscheidungskraft hat man nicht, sondern erst mit einer Vorsorgevollmacht.

Soll ein Umzug in ein Pflegeheim folgen? Wer kann Anträge stellen? Wer darf Entscheidungen treffen? Wer kümmert sich um die Finanzen? uvm.

Individuell ist gesagt, ich habe meine Vorsorgevollmacht abstufungen beigefügt. Das heißt wenn mein Mann selbst die Aufgabe aufgrund einer Erkrankung, Unfalls oder Tod nict ausführen kann, werden automatisch meine Töchter die Vorsorgebevollmächtigten.

Vorlage: Vorsorgevollmacht

Patientenverfügung
Hier ist alles geregelt was ich an Behandlung und Therapie möchte oder nicht.
Wann soll eine Behandlung abgebrochen werden, wünsche ich eine Reanimation wenn ja, wie lange und wenn nein ab wann nicht mehr.
Möchte ich jede Behandlung und so lange am Leben gehalten werden wie möglich, oder setze ich dem Grenszen und möchte nur noch eine
palliative Versorgung.

Dies gilt, wenn ich meinen Willen selbst nicht mehr äußern kann.
Gerade das Thema Demenz spielt eine Entscheidende Rolle.

Als Beispiel könnt ihr gerne meine Patientenverfügung lesen um einen Einblick zu erhalten wie ausführlich sie sein sollte.
Auch dort kann man noch einmal deutlich machen wer Auskunft erhalten soll und wem man eine Betreuerfunktion zumutet.

Beispiel: Patientenverfügung-blog

Wenn man denkt man hat es geschafft …

… schleudert es einen wieder auf den Boden der Tatsachen.

Was ist passiert?

Ich habe am 01. März einen tollen Job angetreten, mit viel Motivation, Ehrgeiz und Freude habe
ich mich auf die Arbeit und das Neue Leben gestürzt.
Endlich! Endlich geht es aufwärts, war mein Gedanke.

In den ersten Tagen wurde ich am Hauptstandort eingearbeitet und dann in meinem Außenbüro.
Ich bekam mit das der Krankenstand sehr hoch ist und es die ein und anderen Beschwerden gaben.
Fahrgeld und auch Gehalt wurden zu spät bzw. falsch bezahlt. Nun ja dachte ich mir, ist bestimmt eine Ausnahme.

Puste Kuchen! Nu sitze ich seit einer Woche ohne Gehalt da und frage mich ob ich dort bleiben möchte.
Dies ist unser einziges Einkommen was zu einem festen Zeitpunkt einfließen sollte und das Jobcenter hat schon neu berechnet, was toll ist und auch wieder nicht.
Denn jetzt sitze ich ohne Gehaltsabrechnung und Geld da und bete das es nächsten Monat nicht auch so geht.

Miete und andere Lebenskosten müssen bewältigt werden.

Ich bin echt ratlos und stinksauer!

Einen Schritt vor, drei Schritte zurück …

Es sah so Gut aus und dann das CT Ergebnis.
Die Tumore sind gewachsen, nachdem sie ein drittel geschrumpft waren.
Ein beängstigendes Gefühl und Schockierend für mich, aber nicht für meinen Onkel.

Das was er sagte musste ich erstmal verdauen.

Er: Oh, ….

Dr. : Ich habe sie für eine neue Therapieart empfohlen, eine „Immuntherapie“ sie hat gerade den Nobelpreis bekommen und könnte bei Ihnen anschlagen.

Er: Wann fangen wir an?

Er nahm es einfach hin, er beschwerte sich nicht, verfiel nicht in eine Schockstarre und ließ sich nicht beirren seinen Weg weiter zu gehen.

Ich brauchte sehr viel Kraft um ihm meine Traurigkeit und Wut nicht zu zeigen, sondern einfach nur für Ihn da zu sein.
Es hat mich Beschäftigt und wird es auch weiterhin, hin und wieder frage ich mich wie sieht es in Ihm aus? Was erzählt er uns nicht? … dann schaue ich aber in seine Augen oder lausche seinen Worten und erkenne, er hat sich damit abgefunden. Er will nur jemanden an seiner Seite, der diesen steinigen Weg mit ihm geht und nicht alleine lässt.

Der ihm Mut macht und seine Entscheidungen so respektiert ohne Sie zu bewerten.

Es ist schwer, aber ich muss es für Ihn aushalten und den Weg mit ihm nach seinen Wünschen weiter gehen.

Glück muss der Mensch …

… auch einmal im Leben haben.

So geschehen bei meinem Onkel.

Wie einige von euch schon wissen, kämpft er gerade mit 65 Jahren gegen zwei Lungentumore an.
Dieses Bonchialkarzinoms ist die agressivste Art.

Dummerweise ist seine Lunge schon seit Jahren durch eine Asbestose (Erkrankung der Lunge durch Asbest) geschwächt, das Ganze ist dann noch mit einer psychischen Erkrankung gespickt (chronische Psychose), und 3 Schlaganfälle machten es ihm auch nicht leicht.
Dies sind alles Faktoren die es Ihm zusätzlich schwer machen sollten mit der Situation umzugehen.

Doch nicht bei Ihm, er hat es sich zur Aufgabe gemacht gegen den Krebs mit allen Mitteln anzukämpfen und alles durchzustehen was ihm auferlegt wird.
Panikattacken im CT sind mittlerweile Schnee von gestern und gerade Heute, nach einer Blasenspiegelung und der Angst dort könnten Metastasen sein, hat er diesen Eingriff mit Gelassenheit gemeistert.

Resultat: Glück muss der Mensch auch einmal im Leben haben.

Keine Auffälligkeiten, keine Metastasenbildung, es ist alles in Ordnung.

Ich bin so voller Stolz und habe einen Heiden Respekt davor, wie er mit der Diagnose „Tumorerkrankung“ umgeht und nichts unversucht lässt, dass es ihm noch eine Weile so gut geht wie jetzt.

Dies zu schreiben ist meine Art mit der Erkrankung, mein Befinden und den Aufgaben als Betreuerin umzugehen, einfach einen Raum schaffen zu erzählen wie es ist als Angehöriger und auch dann als bestellter Betreuer mit den Unwägbarkeiten fertig zu werden, wie schwer es manchmal ist die Emotionen beiseite zu lassen und Stark für den Anderen zu sein.

Man muss auch Los lassen können

Wenn man im Umfeld, sei es im direkten Umfeld oder aber bei Bekannten in Sozialen Netzwerken
feststellt dass sie eine andere Gesinnung haben die Du mit Dir selbst nicht vereinbaren kannst wird es kompliziert.

    Die Fragen …

  • Wie geht man damit um?
  • Kann und will ich den Kontakt aufrecht erhalten?
  • Und zu guter Letzt, warum ist es mir nicht eher aufgefallen?
  • … kreisen in deinem Kopf, du möchtest dagegen anwirken und versuchen zu verstehen, doch letzten Endes musst du eine Entscheidung treffen.

 
Ich bin ein Mensch der Versucht mit Argumenten und Fakten zu überzeugen, lange, sehr lange.
Ich versuche mich in die Person rein zu versetzen, sie zu verstehen und doch kann ich es nicht.

Bei Hetze, egal in welcher Form werde und bin ich nicht verständnisvoll, ich kann nicht die Meinungen respektieren und akzeptieren.

Das gilt aber auch für die Menschen, die z.B. bei Demonstrationen mit Flaschen werfen, Menschen verletzen und Sachbeschädigung begehen und schlimmstenfalls noch unschuldige hineinziehen.

Mit Gewalt, erreicht ihr Eure Ziele nicht. Wann kapiert ihr das endlich!
Gewalt ist kein Ausdrucksmittel um etwas Gutes zu bewirken, Gewalt ist strafbar.

Manchmal muss man eben auch Los lassen können und Kontakte aus dem Personenkreis der Familie, den Freunde und Bekannte abbrechen.

Es kam mir gerade so in Gedanken, da ich wieder einmal einen Bekannten aus den Sozialen Netzwerken entferne und es für mich Schade ist den Kontakt abzubrechen.

Wie geht ihr damit um?

Was ich Mir wünsche ….

… zum neuen Jahr!

Erstmal … Ein frohes neues Jahr wünsche ich Euch gefüllt mit Glück, Gesundheit, Zufriedenheit, erfüllten Wünschen und Träumen.

Wir wünschen unseren Mitmenschen und unseren Lieben immer alles Gute, Gesundheit, Glück und vieles mehr, aber was ist mit uns selbst?

Wir vergessen dabei auch mal an uns Selbst zu denken, dass wir auch Wünsche und Träume haben, uns auch mal etwas zu sagen und ermahnen haben.

Wünschen wir uns doch auch mal etwas selbst fürs neue Jahr!

Ich schon und diesmal denke ich daran auch mir mal etwas selbst zu wünschen.

Da wären …

Kraft

um die kommenden Gefechte zu kämpfen, meinen Ehrgeiz zu behalten und durchzuhalten wenn es mal Schwierig wird.

Stärke

um auch in stressigen, traurigen und schwierigen Momenten einen kühlen Kopf zu bewahren und an das Positive denken.

Gesundheit

es sollte Bitte mit dem CRPS so bleiben wie es ist, zur Zeit kann ich ohne Gehstütze gehen und das soll solange wie es geht so bleiben.

Glück

nur ein Quentchen um meine Ziele beruflicher und privater Natur zu erreichen

Weniger Stress

Das mein liebes Fräulein muss ich mir selbst erschaufeln, etwas mehr NEIN sagen, viel weniger 5 Sachen gleichzeitig tun und Andere einbinden.
Eine kleine Ermahnung an mich selbst!

Wie stets mit Euch? Habt ihr auch etwas was ihr Euch selbst wünscht?