Man muss auch Los lassen können

Wenn man im Umfeld, sei es im direkten Umfeld oder aber bei Bekannten in Sozialen Netzwerken
feststellt dass sie eine andere Gesinnung haben die Du mit Dir selbst nicht vereinbaren kannst wird es kompliziert.

    Die Fragen …

  • Wie geht man damit um?
  • Kann und will ich den Kontakt aufrecht erhalten?
  • Und zu guter Letzt, warum ist es mir nicht eher aufgefallen?
  • … kreisen in deinem Kopf, du möchtest dagegen anwirken und versuchen zu verstehen, doch letzten Endes musst du eine Entscheidung treffen.

 
Ich bin ein Mensch der Versucht mit Argumenten und Fakten zu überzeugen, lange, sehr lange.
Ich versuche mich in die Person rein zu versetzen, sie zu verstehen und doch kann ich es nicht.

Bei Hetze, egal in welcher Form werde und bin ich nicht verständnisvoll, ich kann nicht die Meinungen respektieren und akzeptieren.

Das gilt aber auch für die Menschen, die z.B. bei Demonstrationen mit Flaschen werfen, Menschen verletzen und Sachbeschädigung begehen und schlimmstenfalls noch unschuldige hineinziehen.

Mit Gewalt, erreicht ihr Eure Ziele nicht. Wann kapiert ihr das endlich!
Gewalt ist kein Ausdrucksmittel um etwas Gutes zu bewirken, Gewalt ist strafbar.

Manchmal muss man eben auch Los lassen können und Kontakte aus dem Personenkreis der Familie, den Freunde und Bekannte abbrechen.

Es kam mir gerade so in Gedanken, da ich wieder einmal einen Bekannten aus den Sozialen Netzwerken entferne und es für mich Schade ist den Kontakt abzubrechen.

Wie geht ihr damit um?

Was ich Mir wünsche ….

… zum neuen Jahr!

Erstmal … Ein frohes neues Jahr wünsche ich Euch gefüllt mit Glück, Gesundheit, Zufriedenheit, erfüllten Wünschen und Träumen.

Wir wünschen unseren Mitmenschen und unseren Lieben immer alles Gute, Gesundheit, Glück und vieles mehr, aber was ist mit uns selbst?

Wir vergessen dabei auch mal an uns Selbst zu denken, dass wir auch Wünsche und Träume haben, uns auch mal etwas zu sagen und ermahnen haben.

Wünschen wir uns doch auch mal etwas selbst fürs neue Jahr!

Ich schon und diesmal denke ich daran auch mir mal etwas selbst zu wünschen.

Da wären …

Kraft

um die kommenden Gefechte zu kämpfen, meinen Ehrgeiz zu behalten und durchzuhalten wenn es mal Schwierig wird.

Stärke

um auch in stressigen, traurigen und schwierigen Momenten einen kühlen Kopf zu bewahren und an das Positive denken.

Gesundheit

es sollte Bitte mit dem CRPS so bleiben wie es ist, zur Zeit kann ich ohne Gehstütze gehen und das soll solange wie es geht so bleiben.

Glück

nur ein Quentchen um meine Ziele beruflicher und privater Natur zu erreichen

Weniger Stress

Das mein liebes Fräulein muss ich mir selbst erschaufeln, etwas mehr NEIN sagen, viel weniger 5 Sachen gleichzeitig tun und Andere einbinden.
Eine kleine Ermahnung an mich selbst!

Wie stets mit Euch? Habt ihr auch etwas was ihr Euch selbst wünscht?

Ein Licht für alle …

Für alle die Jemanden verloren haben soll ein Licht erstrahlen.
Es ist immer der „Falsche“ Zeitpunkt wenn solche Verluste geschehen.

Sie sind zu Jung, auf einem Geburtstag, an Karneval, zu Ostern und Weihnachten.

Es scheint als stecke ein System dahinter!

Doch solche Dinge passieren eben, man kann sie nicht vorhersehen oder einplanen.
Es wird keine Rücksicht auf unsere Bedürfnisse ( des Abschies uvm.) und
Empfindungen genommen.

Man muss damit Leben.

Wie man das kann fragt ihr Euch?
Solange ich lebe und mich an Sie alle Erinnere, leben sie in mir weiter!

Ich bin ein Herzmensch!

Was bedeutet Zeit?

Was ist für mich Zeit?

Zeit ist für mich ein Begriff der sich mit einem Countdown befasst, sie rennt wenn ich es am wenigsten brauche und bleibt endlos stehen, wenn man es am wenigsten erwartet.
Zeit ist für mich ein Schatten der Vergangenheit und ein Hauch vom Jetzt, denn was bedeutet Zeit wenn man sie vergeudet?
Zeit symbolisiert Vergänglichkeit aber auch Liebe, Hoffnung und Zärtlichkeit.

Zeit gibt einem den Impuls zum handeln und erschaffen, aber auch zum nachdenken und Grübeln.
Schaue ich in die Zukunft sage ich mir, wow ich habe gerade erst ein Drittel meines Lebens hinter mir, schau ich in die Vergangenheit dann frag ich mich, wo sind die Jahre geblieben?

Wie schnell sind die Kinder groß geworden, wie sehr hat sich mein Leben verändert, wo sind die Jahre hin?
Gerade die schönen Jahre gehen so unheimlich schnell an einem vorbei und ehe man sich versieht hat man vieles zu schnell gelebt, oder auch nicht erlebt.
Zeit bedeutet gerade in unserer schnelllebigen Gesellschaft, sich Zeit für die wesentlichen Dinge zu nehmen, einfach mal bewusst zu Leben und und es genießen.

Heute sag ich noch: “ Wir haben keine Zeit um Zeit zu haben!“

Zeit ist ein Wort was Druck auslöst, obwohl Zeit auch innere Ruhe bedeutet.

Setzen wir uns selbst unter Druck?

Mit Sicherheit, wir wollen doch alle auf dem neuesten Stand der Dinge sein, Neuigkeiten sofort und jetzt wissen damit wir uns mit unserem Wissen schmücken, mitreden können. Wtf?

Kommt der Druck von außen?

Aber sicher, jeder von uns kennt es, man muss rund um die Uhr 24/7 das ganze Jahr über erreichbar sein und wehe man ist es mal nicht. Wir hetzen von einem Termin zum nächsten weil wir ja keine Zeit haben.

Ich werd mal einen Gang runter schalten und mein Leben genießen, Zeit ist das was ich noch habe und ich möchte sie nicht vergeuden.
Ich möchte sie mit Leben füllen und sie in vollen Zügen genießen auch wenn hin und wieder mal mit Sicherheit ein kleiner Ausrutscher passiert, sollte das doch eine gute Einstellung sein, um nicht festzustellen dass das Leben mit 380 km/h an mir vorbei gerauscht ist. 😉

Was bedeutet für euch Zeit?

Manchmal kommt es anders als man denkt …

… und das ist auch Gut so!

Der Ein oder Andere hat meine beiden Artikel „Das Glas ist halb voll …“ und „Stress, stressiger, Melli!“ gelesen und kennt meine Krankheitsgeschichte – CRPS  „Complex Regional Pain Syndrom“ im linken Sprunggelenk und Fuß.

Mittlerweile haben wir das Jahr 2018 und ich lebe jetzt seit 5 Jahren mit der Diagnose, eine verdammt lange und beschwerliche Zeit liegt hinter mir, kommt noch auf mich zu, aber es hat sich ja auch etwas getan in der Zeit.

Wir schreiben das Jahr 2013 die Odyssee beginnt …

  • Unfall
  • Krankengeld
  • nach 72 Monaten ALG 1
  • März 2015 Entlassung
  • August 2015 Berufsunfähigkeit

Seitdem habe ich versucht eine Weiterbildung zur Pflegeberaterin zu erhalten, aber nein die ArGe war nicht mehr für mich zuständig, da die Rentenversicherung als Leistungserbringer zur Verfügung stand.
Dort stand nur die Förderung des neuen Arbeitgebers im Vordergrund, zuerst sollte ich mir eine Arbeitsstelle mit sitzender Tätigkeit suchen.
Immer wieder habe ich Anträge auf berufliche Rehabilitation mit Weiterbildung ausgefüllt und immer kam die Antwort, wir warten erstmal ab wie sich das entwickelt.

In der Zwischenzeit, im März 2017 suchte ich mir eine neue Anstellung, nachzulesen in „Stress, stressiger, Melli!“ und war auch sowas von Happy, doch nach einigen Monaten konnte ich auch hinter der Fassade blicken und musste feststellen, dass ich in einem gewöhnlichen „Callcenter“ mit Abzocke gelandet war.

Also habe ich vor Ablauf des befristeten Arbeitsvertrages gekündigt und mir geschworen Nie wieder in diesem Bereich nach einer Stelle zu suchen.

Im September hatte ich einen Termin bei meinem Sachbearbeiter beim Jobcenter, er war mir Neu zugeteilt und dies das erste Gespräch.
Schon von Anfang konnte ich sein Interesse bemerken und frei über diese Odyssee erzähle, zu meiner Überraschung verstand er meinen Unmut und sah die schon vorhandene Verzweiflung in mir.

Er hörte mir zu, fragte nach und fand meinen Wunsch von „damals“ Pflegeberaterin zu werden toll, er sagte es passt zu mir und er könnte sich vorstellen das ich für diesen Beruf wie Gemacht bin.

Im Dezember 2017 erhielt ich einen Brief von ihm indem stand, dass ich einen Termin im Januar 2018 bei dem zuständigen Sachbearbeiter für Weiterbildungen habe, ich konnte es nicht fassen.
Was aber alles toppte, diesen Sachbearbeiter kannte ich schon von meiner Umschulung zur Altenpflegehelferin, ich betrat das Zimmer, er schaute mich an und sagte: „Hätte ich gewusst, dass Du es bist, hätte ich dir die Weiterbildung schon 2015 bewilligt.“

„Setz dich, wir machen deine Bewilligung fertig.“ Ich habe geweint vor Glück und konnte es wochenlang nicht fassen. Nach so langer Zeit, habe ich meinen Traum eigentlich schon begraben.
Und so bekam ich ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk, im Februar 2018 begann die Weiterbildung und jetzt bin ich Pflegeberaterin/Case Managerin!

Mit Geduld, Behaglichkeit und ein „Quentchen“ Glück habe ich meinen Traumberuf Pflegeberaterin / Case Managerin erreicht.
Den Menschen schon so früh zu helfen und eine Versorgung ermöglichen, die trotz Krankheit, Behinderung und Pflege ein selbständiges und versorgungsgerechtes Leben ermöglicht, ist meine Devise.

Wie gesagt manchmal kommt es anders als man denkt. 😉

Ich, als Betreuerin …

Heute ist wieder einer dieser Tage die zum Nachdenken gar „Grübeln“ anregen.
Mein Einsatz als Betreuerin für meinen Onkel in dem Aufgabenkreis Gesundheitsfürsorge, bringt mich an Grenzen und stellt eine sehr große Herausforderung dar.
Es ist nicht weil der „Wust“ an Terminen auf einem zu kommt, auch der Papierkram und andere Probleme, sondern es ist die familiäre Nähe.

Als Altenpflegerin hatte ich häufig mit solchen Krankheitsbildern, Problemstellungen und dessen Aufgaben zu tun doch war es immer für mich weit, sehr weit weg.

„Es war nicht meine Familie.“

Wenn einem so ein Schicksalsschlag ereilt und die Entscheidung trifft zu helfen, gerät man schnell ins Fahrwasser und muss aufpassen nicht unter zu gehen.

Man zeigt kein „Mitgefühl“ mehr, sondern man „Leidet“ mit.

Mein Problem liegt noch etwas tiefer, ich darf ihm nicht zeigen wie sehr mich seine Situation mitnimmt. Ich muss die „STARKE“ für ihn sein und immer ein lächeln auf den Lippen haben, denn er ist zu seiner Tumorerkrankung auch noch psychisch Krank.
Er leidet an chronischer Psychose.

Einerseits darf ich ihn nicht anlügen oder etwas verheimlichen, solche Menschen riechen es förmlich und nehmen es zum Anlass etwas daraus zu spinnen, andererseits kann und darf ich ihm nicht meine wahren Gefühle zeigen um ihn nicht  noch mehr zu beunruhigen und die Genesung nicht zu gefährden.

Also wie geht man damit um und was kann man tun?

Man braucht einen Ausgleich, wie auch in allen anderen Berufen die stark auf die Psyche einwirken.

Für mich war und ist es immer Wichtig gewesen über meine Empfindungen, meinen Tag zu reden. Einfach das erlebte Revue passieren lassen und gute Zuhörer haben.
Da gilt es meiner Familie zu danken, Danke fürs zuhören ohne Euch würde ich es nicht durchstehen! 

Ich zocke gerne, auch das nutze ich als Ausgleich.
Die Xbox one anwerfen und los geht´s …
sei es Rollenspiele, Ego Shooter, Rennspiele oder mal ein Jump & Run für mich muss es Spaß machen mich mal ein Stück weit aus der realen Welt holen.

Ein Buch in die Hand nehmen und mich darin zu verlieren gehört ebenso zu mir wie auch ein Spieleabend mit meiner Familie.

Kurz gesagt, tut das was euch am meisten Spaß macht, zwingt euch nicht dazu sondern sucht euch zur Situation den Ausgleich den ihr gerade braucht.

Mein nächster Schritt ist es ehrenamtliche Betreuerin für nicht familiäre Personen zu werden.

Ich bin Pflegeberaterin geworden um schon so früh zu helfen, dass man Katastrophen und fehlgeleitete Entscheidungen verhindern kann.
Ich sehe aber auch das es Menschen gibt, die niemanden haben der Ihnen zu hört und auf ihrem schierigen Lebensweg beiseite steht und nach ihren eigenen, individuellen Bedürfnissen handelt.

Der Text ist länger geworden als er sollte, doch könnte ich noch viel mehr schreiben.
Ich denke es wird mehr solcher Einblicke von mir geben, denn auch schreiben ist eine Möglichkeit um mit Problemstellungen, Gedanken und Gefühle umgehen zu können.

Also dann, bis zum nächsten Mal.