Sterbehilfe ja, nein und wenn wie?

Kann man einem schwerkranken Menschen die Entscheidung über sein ableben in Würde nicht selbst überlassen?

Nur aus einzelnen Moralvorstellungen heraus, wird meiner Ansicht nach von der Politik, was dieses Thema angeht, gehandelt.
Wie sich die betroffenen Menschen dabei fühlen und was sie wirklich Wollen, wird dabei außer Acht gelassen.

Gemeinnützige Vereine und auch Ärzte die jeden einzelnen Fall individuell Betrachten und mit dem Patienten alle Möglichkeiten abwiegen, nichts überstürzt entscheiden und ggf. sich noch mit einem medizinischem und psychologischen Gutachten absichern ( Kriterien und Mindeststandards) sollten alle Unterstützung aus Politik und Gesellschaft erhalten.

Wofür haben wir denn die Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftigen Menschen.
Darin ist unter …

„Artikel 8: Palliative Begleitung, Sterben und Tod
Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht, in Würde zu sterben“

… geregelt.

In Würde sterben heißt für mich auch, dass ICH allein Entscheide wie es mit mir zu Ende geht und mir deshalb auch die Möglichkeit gegeben sein sollte, bei bestimmten Voraussetzungen (tödliche Krankheit, voll bei Bewusstsein, Eigenentscheidung – man ist geistlich so klar dass die Entscheidung selbst getroffen und nicht eingeredet wurde, verpflichtende Beratung und ärztliche Gespräche, Betreuung durch einen anerkannten Arzt und Verein) die Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen.

Ich finde es wichtig dass das Thema Tod und Sterben wieder mehr in der Gesellschaft diskutiert und darüber gesprochen wird.
Bisher hat man es ja eher verdrängt und tabuisiert.

Ich habe für mich entschieden, dass ich bei bestimmten Erkrankungen in der letzten Phase mein Leben selbst ein Ende setzen werde, durch meine Arbeit als Altenpflegern habe ich genügend erlebt.

Die palliative Versorgung ist Wichtig und sollte noch weiter ausgebaut werden, aber auch das lindert nicht bei allen Erkrankungen bis zum Schluss die Qualen.

Denkt bitte alle an eine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung!

Dort könnt ihr schon im einzelnen festlegen was bei welcher Situation zu tun oder zu lassen ist, achtet darauf dass ihr sie so Genau wie möglich schreibt, zieht euren Hausarzt mit hinzu wenn Fragen entstehen, er füllt es mit Euch zusammen aus und Wer etwas tun oder lassen soll.

Beispiel:
Autounfall, lebensverlängernde Maßnahmen ja/nein

Bio: Frau, verheiratet, 1 Kind, keine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Maßnahmen:
Der Ehemann hat kein Entscheidungs- & Informationsrecht, der Arzt kann Informationen zurückhalten da keine Vorsorgevollmacht vorhanden ist und die Behandlung wird auch durch den Arzt allein entschieden, kein Mitspracherecht.

D.h. möchte die Frau keine Lebensverlängernden Maßnahmen und hätte sie stets bei ihrem Mann dies erwähnt, hat der Ehemann keine rechtliche Handhabe die Wünsche seiner Frau durchzusetzen.

Deshalb sind eine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht so WICHTIG!!

Wie steht ihr zu dem Thema Sterbehilfe ja / nein und warum?

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